2016: Vernissage Waters

Eröffnungsrede

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

selten hat Elvira Dick sich in ihrem Werk so gezielt auf eine Farbe konzentriert, wie es ihr in dem Zyklus „Waters“ gelang, der in den letzten eineinhalb Jahren entstanden ist.

Ganz augenscheinlich dominiert die Farbe BLAU. Blau in seinen vielfältigen Schattierungen und Mischungen. Nur zart tritt das Orangegelb hier und da als Komplementär auf, führt dazu, dass man Grünes, Planzliches in den Bildern wahrnimmt, oder es erinnert ein dunkler Rotbraunton daran, dass neben dieser  Ferne und Tiefe, die das Blau erzeugt, auch noch das Warme, Nahe, Haltgebende existiert. Da  Blau im Spektrum den kalten Farben zugeordnet ist, wirkt es  im Gegensatz zu den warmen Farben wie Rot, Gelb und Orange, welche Nähe suggerieren,  fern. So  schafft es im Bild Raum und Perspektive.…

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2014: Nach wenigen Pinselstrichen verselbstständigt sich die Arbeit

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23.11.12: Elvira Dick "Westwärts" in der alten Apotheke

Eröffnungsrede Dr. Annette Wauschkuhn


Meine sehr verehrten Damen und Herren,

Wenden wir gemeinsam, wie in dem kurzen, prägnanten Titel zur Ausstellung angedeutet, unseren  Blick nach Westen und folgen der Künstlerin Elvira Dick auf die bretonische Halbinsel; dorthin wo das Land dem Ozean begegnet, wo die Welt in alter Zeit scheinbar endete, wo seit Jahrtausenden die Menschen in die Richtung der untergehenden Sonne blickten und das Land folgerichtig „finis terrae“ nannten, das „Ende der Welt“.

Dort, in der Bretagne, lebt und arbeitet die Malerin aus Walldorf mehrmals im Jahr für längere Zeit und erhält einen Großteil der Impulse für ihre Arbeiten in dieser kraftvollen, mystischen Landschaft im Westen Frankreichs; ihr intensiver Dialog mit dieser an Farben und Formen so reichhaltigen Küstenlandschaft spiegelt sich in vielfältigen Ausdrucksformen in ihren Arbeiten wider, wie wir heute Abend sehen werden. 

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12.09.2012: Zukunft der Landschaftsmaler

Vernissage Künstlerforum (Teil 7): Elvira Dick stellt das Prozesshafte der Natur in den Vordergrund

Autorin: Bitta Weidner
Der gesamte Südflügel des Schwetzinger Schlosses wird am Wochenende, 15./16. September, zu einem großen Kunst-Happening. Die Künstlermesse der Kunstzeitschrift Vernissage lädt 60 Emerging Artists aus mehreren Ländern in die Kurpfalz ein, um ihre Arbeiten auszustellen, die auch direkt erworben werden können. Zu den Künstlern, die vor den Augen der strengen Jury bestehen konnten, gehört auch die in Walldorf lebende Malerin Elvira Dick, die vor einem Jahr einen Meisterkurs in Abstrakter Malerei an der Kunstakademie Bad Reichenhall erfolgreich absolvierte. Elvira Dick (kleines Foto) fasziniert das Prozesshafte der Natur, das sich ständig neu in Lebensenergie umwandelt. Aus Chaos wird Ordnung, Erosionen bringen Zerstörung, stehen aber auch für Neubeginn, unter der Oberfläche führen verborgene Schichten ein Eigenleben, das sich nur erahnen lässt. Genauso vielschichtig sind auch die Arbeiten von Elvira Dick, die über die üblichen Landschaftsinterpretationen gekonnt hinausweisen. 

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Quelle: Schwetzinger Zeitung, 12.09.12

 

18.08.2012: Erlebnis aus Malerei, Musik und Lyrik

„Kunst im Amtsgericht“ zeigt Bilder von Elvira Dick und Lyrik von Renate Büchner – Timo Jouko Herrmann spielte eigene Musik

Wiesloch. (pen) Endlose triste Flure, Menschen sitzen zusammengekauert auf Stühlen und starren auf den Boden, ihr Schicksal erwartend, zwischen Haft und Hoffnung schwankend. Gerichte sind deprimierend, schon die Gebäude wirken ausladend. Es gibt nur wenige Ausnahmen. In einem Schönheitswettbewerb der Justizgebäude wurden das aus dem Jahr 1895 stammende Landgericht in Bremen und das Amtsgericht in Lindau zu den schönsten Gerichtsgebäuden in Deutschland gekürt. Auch das Amtsgericht in Wiesloch bietet nur wenige optische Reize, bislang war der opulente Treppenaufgang mit dem großen Glasfenster das Schönste am Gebäude und gerade dieser wurde jetzt durch einen Aufzug „entstellt“. Zwar ist der Aufzug aus Glas, aber dadurch sieht man auch sein technisches Innenleben aus Kabeln und Anschlüssen. Mit dem Aufzug ist das Amtsgericht nun barrierefrei. Gleichzeitig war der Aufzug auch der Grund dafür, dass nach einer Pause von einem Jahr erst jetzt wieder eine Ausstellung im Gerichtsgebäude gezeigt wird, die vom Verein „Kunst im Amtsgericht" organisiert wurde.

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Quelle: Nr. 114/Rhein-Neckar-Zeitung, 18.08.2012

 

07.05.2012: Kunst im Amtsgericht – Berührungen

Eröffnungsrede Dr. Annette Wauschkuhn

 

Meine sehr verehrten Damen und Herren,
liebe Elvira, liebe Renate Büchner, lieber Herr Herrmann,

herzlichen Dank für die Aufgabe, hier in dieser großen, schönen Ausstellung einführende Worte zu den Gemälden von Elvira Dick , sowie deren Bezug zu Renate Büchners Gedichten zu sagen. Die Konzeption der Ausstellung sieht sowohl eine Gesamtschau der Malerei von Elvira Dick aus den letzten Jahren sowie im Speziellen unter dem Titel „Berührungen“  eine Gegenüberstellung von bestimmten Gemälden aus dieser Zeit mit Gedichten der Lyrikerin Renate Büchner vor; deshalb möchte ich mich zu Beginn den ausgestellten Gemälden im Allgemeinen widmen und gehe dann auf den Bezug zu Büchners Gedichten ein.  

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Einzelausstellung Walldorf April 2009

Elvira Dick zeigt in ihrer Studiogalerie „Jamarts“ in Walldorf bis Anfang Mai zwei Acrylgemäldeserien. Bei diesen malerisch sehr ausdrucksstarken Kompositionen handelt es sich um Landschaftsinterpretationen, zu denen die Künstlerin bei ihren Aufenthalten in Südspanien sowie in der Bretagne angeregt wurde. Zwei völlig unterschiedliche Landschaftstypen  sprechen aus den malerischen Werken: Die in zarten, abgestuften Grün-Blautönen, lasierend gearbeiteten Reflektionen zum bretonischen Huelgoat, einem mystischen Hochwald, in dem die Sage um König Artus lebendig wird, entführen den Betrachter in eine ruhige,   harmonische Atmosphäre, in der man das Wasser, das zwischen den runden Felsformationen seinen Weg findet, fast zu riechen scheint Das harmonische Miteinander  der gegensätzlichen Elementen Wasser und Erde ist hier leicht, fast schwebend künstlerisch  nachempfunden.

Ganz anders stellen sich die Arbeiten zum südspanischen Cabo de Gata, einer vulkanischen, eruptiven Küstenlandschaft in einem Nationalpark nahe Almeria dar. In dichter, opaker Farbigkeit mit starken Komplementär- und Hell/Dunkelkontrasten hat sie in aufwendigen Arbeitsprozessen mit unterschiedlichen Materialien sowie dem Einsatz verschiedener Techniken eine stark strukturierte Oberflächengestaltung herausgearbeitet, um die Urkraft, die diesen zerklüfteten  Gesteinsformen innewohnt und die Dynamik der geologischen Prozesse, die diese Formationen hervorbrachten, zum Ausdruck zu bringen. An der Art des Farbauftrags wird für den Betrachter der Malprozess ersichtlich, so dass er die intensive Auseinandersetzung der Malerin mit dem Thema nachempfinden kann.

Zwei klar als Gegensatz zu verstehende Polaritäten werden an diesen beiden malerisch sehr reizvollen Zyklen ablesbar, die jedem Betrachter vor Augen führen, dass Landschaftsmalerei im modernen Sinn keine reine Abbildfunktion hat, sondern den wesentlichen Gehalt einer Landschaft in verdichteter Form wiedergibt.

Dr. Anette Wauschkuhn